jacques berndorf

Jacques Berndorf: Eifel-Schnee

„Eifel-Tatort“

Eifelspezifische Merkmale im Krimigenre

  1. Einleitung

Folgende Arbeit beschäftigt sich mit Michael Preute und seiner Sicht auf die Eifel, die er unter dem Pseudonym Jacques Berndorf in seinen Eifel-Krimis vermittelt. Dargestellt werden soll die Bindung des Autors zu seiner Eifel-Heimat, deren Landschaft und Bewohner. Im Vergleich dazu soll gezeigt werden, wie sein Romanheld Siggi Baumeister diese Aspekte bewertet und welche Gemeinsamkeiten festgehalten werden können. Hiervon ausgehend wird dargestellt, inwiefern die Charakterisierung von Menschen und Landschaft Einfluss auf die Ermittlungen haben. Außerdem werden die literarische Darstellung der Landschaft und ihre Bedeutung für das Krimi-Genre, den realen Schauplätzen gegenübergestellt. Dabei beschränkt sich diese Seminararbeit auf die Aussagen über die Eifel, welche in dem Roman Eifel-Schnee zu finden sind. Eifel-Schnee ist der vierte Band, der, im Grafit-Verlag erschienenen Eifel-Krimi-Reihe rund um Siggi Baumeister und seine Ermittlergruppe. In diesem Band klärt die Gruppe einen Doppelmord aus dem Drogenmilieu der Eifel auf und gerät dabei tief in die Verwirrungen, die sich aus den Drogengeschäften ergeben.

Zuerst soll dargestellt werden, auf welchem Weg Michael Preute in die Eifel gelangte, wie seine Bindung zu Menschen und Landschaft ist, und welche Aussagen er über die Eifel-Krimis macht. Dem folgt gegenüberstellend die Meinung Siggi Baumeisters über die Eifel. An diesem Punkt werden bereits Eigenschaften des Krimi-Genres angesprochen werden. Nun folgt die Beschreibung und Interpretation der Schauplätze des Romans, beginnend bei der Ermittlerzentrale Dreis-Brück und der Bedeutung verschiedener im Roman vorkommender Orte.  Danach wird auf die Funktion der Landschaftsbeschreibungen innerhalb des Werkes eingegangen und schließlich die literarische Darstellung und die Realität auf den literarischen Mehrwert hin untersucht.

Da es zu diesem Thema leider keine weitere Sekundärliteratur gibt, bin ich vor allem im 2. Kapitel häufig auf Internetquellen angewiesen. In diesen Quellen ist es manchmal schwer festzustellen, ob die Aussagen von Michael Preute persönlich, Michael Preute als Jacques Berndorf oder anderen Personen gemacht wurden.

  1. Michael Preute und die Eifel

Seit 1989 schreibt Michael Preute unter dem Pseudonym Jacques Berndorf Eifel-Krimis, womit eine regelrechte Welle von regionaler Krimi-Literatur losgetreten wurde.

1984 verschlug es Michael Preute in die Eifel. Zuerst nach Berndorf, später in die kleine Ortschaft Dreis-Brück. Sein erster Eifel-Wohnsitz, Berndorf, wird durch seine Pseudonym-Wahl immer einen besonderen Anteil an seinem Eifel-Krimi-Werk haben. Die Umstände, wie er in die Eifel kam, um dort zu leben, werden unterschiedlich beschrieben. Auf Jacques Berndorfs Internetseite wird seine Wohnortwahl folgendermaßen beschrieben:

Vollkommen irrational hatte ich beschlossen – das war 1984 – in der Eifel zu leben. Da eigentlich recht wenig dem Zufall überantwortet werden kann, sind bei genauem Hinsehen Wurzeln in diesem Land zu begreifen.“[1]

Diese Irrationalität wird allerdings einige Sätze später widerlegt. Seine Großmutter lebte in einer Ortschaft in der Nähe von Mayen, weswegen er bereits als Kind und Jugendlicher erste Eindrücke der Landschaft sammeln konnte. Mit seinem Vater und seinem Großvater unternahm er mehrere Wanderungen in der Eifel. Obwohl er diese Wanderungen verfluchte, erinnert er sich auch an einige eindrucksvolle Erlebnisse.

„Als ich ein Vierzehnjähriger und Sechzehnjähriger war, nahmen mein Vater und Großvater mich von Bad Breisig am Rhein aus auf Wanderungen in die Eifel mit – wobei ich mich daran erinnere, dass ich auf die Landschaft, auf Vater und Großvater fluchte, weil die nämlich durchaus 25 Kilometer am Tag machten. Ich erinnere mich aber auch an stille, heimelige Kneipen, überwältigende Landschaft und meine erste Begegnung mit einer Ringelnatter.“[2]

Weiter sagt Berndorf, dass insbesondere das Kloster Maria Laach von jeher eine besondere Bedeutung für ihn gehabt hat. Hier suchte er in schweren Zeiten seines Lebens Ruhe zum Nachdenken, und um Lösungen zu finden. Alle diese Aspekte lassen ihn zu dem Schluss kommen, dass sein Niederlassen in der Eifel doch nicht so zufällig war, wie es für Außenstehende den Anschein haben mag.

„1984, als ich in Berndorf bei Hillesheim meine erste Wohnung bezog, war es ein wenig so, als kehrte ich heim, als sei ich nur vorübergehend auf Wanderschaft gewesen.“[3]

Auf einer anderen Internetseite findet man die Information, Preute sei durch Recherchearbeiten über einen geheimen Regierungsbunker wieder in der Eifel gelandet.[4] Dieselbe Aussage findet sich auch auf der Seite Eifel-Autor.de. Auch ein Artikel der Welt sagt aus, dass Preute das Haus in Berndorf anmietete, um seine Recherchearbeiten auszuführen.[5] Geblieben ist er schließlich, weil er an einem Scheidepunkt seines Lebens angelangt war und in der Eifel die nötige Ruhe fand, um die hierfür nötigen Entscheidungen zu treffen.

„In diesem Jahr war ich an einem Lebensbruch angelangt, ich mußte herausfinden, was ich mit meinem Leben machen konnte, ich mußte sogar neu definieren, auf welchem Feld des Journalismus ich arbeiten wollte.“[6]

Im Zuge dieser Überlegungen entschied sich Michael Preute gegen die Formen seines bisherigen Lebens. Er entschied sich für die Ruhe und Abgeschiedenheit der Eifel, im Gegensatz zu seinem früheren unruhigen Journalistendasein, dem Leben in Hotels aus dem Koffer, den Krisenregionen und Risiken. Sein Interesse verlagerte sich auf soziale Themen, weg von Kriegen und Gewalt.[7] Aus diesen Gründen und aus seinem Gespür heraus, blieb er in der Eifel.

„Etwas spürte ich sofort:

Ich konnte im stillen Berndorf, im stillen, uralten Bauernhaus konzentriert schreiben, sehr gut nachdenken.

Die Eifel hatte mich eingefangen.“[8]

Seine Einstellung zu Land und Leuten hängt eng mit dem Verfassen der Eifel-Krimis zusammen. Er verliebt sich in Land und Leute. Die karge Landschaft, zusammen mit der Wortkargheit der hier lebenden Menschen nimmt ihn gefangen und inspiriert ihn.[9] Es sind zwei verschiedene Aussagen über seine Entscheidung zum Schreiben von Krimis zu finden. Zum einen begründet er seine Wahl damit, er hätte während Recherchearbeiten für den Spiegel, wegen des politischen Sommerlochs, in der Eifel festgesessen und mehr oder weniger aus Langeweile mit dem Verfassen seines ersten Eifel-Krimis begonnen. Folgende Aussage beschreibt ein anderes Bild.

„Und so hockte ich unendlich viele Tage am stillen Teich und dachte darüber nach, was ich mit meinem Leben anfangen könnte, bis mir einfiel, es könnte vielleicht ein Krimi sein.“[10]

Bei dieser Aussage muss allerdings bedacht werden, dass nicht eingeschätzt werden kann, inwieweit sie der Realität entspricht. Wahrscheinlicher ist, dass hier die Erschaffung eines Bildes von dem denkenden, verinnerlichten Autor entscheidend ist. Es soll ein bestimmtes Bild des Eifel-Autors geschaffen werden. Ein Krimi aus der Eifel sollte es sein, aus verschiedenen Gründen. Die Stille der Eifel, die Wortkargheit der Bewohner, passt hervorragend zu einem Krimi. Das Land und die Leute sind geheimnisvoll, Skandale und Verbrechen werden nicht in der Öffentlichkeit diskutiert. Die Eigentümlichkeiten der Bewohner und der Landschaft lassen sich gut für die Konstruktion eines Kriminalromans verwenden.[11] Hinzu kommt, dass die Eifel, bzw. Berndorf seine eigene Heimat ist, wodurch es nur logisch ist die Detektivgeschichten in der Eifel anzusiedeln, wo er sich selber auskennt, die Orte kennt und beschreiben kann.

„Ich siedelte also Baumeister, Rodenstock, Vera und Emma in der Eifel an, weil ich dort lebe, weil ich die Eifel mit all ihren Macken und Fehlern liebe.

Dort in Dreis-Brück ist mein Zuhause.“[12]

  1. Siggi Baumeister: Ermittler in der Eifel

Siggi Baumeister ist der 46-jährige Protagonist der Eifel-Krimis. Als Alter-Ego von Michael Preute, alias Jacques Berndorf, weisen die Biografien von Autor und Protagonist einige Parallelen auf. Ebenso wie Berndorf ist Baumeister Journalist und trockener Alkoholiker. Eine weitere Gemeinsamkeit besteht in der Wohnsitzwahl. Nach einem ereignisreichen Journalistenleben in den Krisenregionen der Welt, lässt sich Siggi Baumeister in einem alten Bauernhaus in Dreis-Brück nieder. Dieses Haus, genauso wie der dazugehörige Garten, ist identisch mit dem Besitz von Michael Preute, Heyrotherstr. 1 in Dreis-Brück. Baumeister arbeitet in erster Linie als Journalist. Wenn allerdings ein zu klärender Fall in seiner Umgebung zur Lösung ansteht, tritt der Journalismus hinter der Ermittlertätigkeit zurück. Erst nachdem er den angenommenen Auftrag erfolgreich beendet hat, arbeitet er wieder journalistisch und bringt das Erlebte zu Papier.

Folgendes Zitat macht deutlich, welche Einstellung Baumeister über die Eifel im Allgemeinen hat:

„Laß uns fahren, Oles Idee mit Kanada war sehr richtig.“

„Aber du bleibst in der Eifel“ , sagte sie sanft.

„Na sicher. Ich mag das Land, und ich mag die Leute. Arschlöcher gibt es eben überall. Es gibt überall Prümmers und Mehrens und Kremers und Jonnys und Melanies und Marios.“[13]

Es zeigt, dass Baumeister aus identischen Gründen wie Preute in der Eifel lebt. Gleichzeitig dient es der Relativierung der Notwendigkeit, den Roman in der Eifel spielen zu lassen. Die handelnden Personen können, laut Baumeister, überall auftreten. So wird die Kriminalhandlung aus dem Eifel-Kontext herausgehoben, so dass es möglich wäre, die Handlung an jeden beliebigen Ort zu versetzen. Außerdem will der Autor mit dieser Aussage deutlich machen, dass er keine stereotypen Eifel-Bilder zeichnen möchte, sondern einfach nur „Allerwelts“-Charaktere darstellt und keine gebietsspezifischen „Eifellaner“. Baumeister sagt hiermit auch indirekt, dass die eifeltypischen Verhaltensweisen sich nicht auf seine Tätigkeit als Ermittler auswirken, da die handelnden Personen auch in einem anderen regionalen Kontext angesiedelt werden könnten. Dennoch charakterisieren Protagonist und Autor die Eifelbewohner während der Handlung und diese Charaktere üben Einfluss auf den Verlauf der Detektion aus.

In diesem Kapitel sollen die Personencharakterisierungen der Eifler im Roman dargestellt werden. Hiervon ausgehend soll die Bedeutung der Eifelcharakteristika für den Ermittler und seine Ermittlungen aufgezeigt werden.

Baumeister beschreibt die Eifel als einen wertekonservativen Landstrich[14], der schon immer ein verspottetes Gebiet war[15]. Diese beiden Aussagen bewerten Landschaft und Menschen gleichermaßen. Wertekonservativ, bzw. als spießig kann man die Landschaft beschreiben, weil es in der Eifel nur wenige moderne Einflüsse in derselben gibt. Das Bild ist über weite Strecken von der Landwirtschaft geprägt, es gibt nur wenige größere Städte und auch die Bebauung der Landschaft ist nicht sehr innovativ. Es handelt sich häufig um äußerst kleine Dörfer mit alten Bauernhäusern, durchsetzt mit den Neubauten der letzten Jahrzehnte. Die Menschen der Eifel wollen keine großen Veränderungen und halten an alten Traditionen fest. Spott und eine konservative Einstellung zu Werten haben einen identischen Ursprung. Die Abgeschiedenheit der Gegend trägt hierzu maßgeblich bei. Lange war die Eifel ein rückständiges, rein landwirtschaftlich geprägtes Gebiet und dieses Bild herrscht auch heute noch oft vor. Aus diesen Gründen ist die Mittelgebirgsregion bis heute noch häufig dem Spott der „urbanen“ deutschen Gebiete ausgesetzt. Wertekonservativ kann solch ein Landstrich deswegen sein, weil Einflüsse von außen selten sind. Die Menschen der Eifel kamen und kommen nur selten mit der städtischen Kultur und ihren Neuerungen in Berührung. Werte werden in der Abgeschiedenheit und Einsamkeit der Hügellandschaft konserviert. Veränderungen werden als negativ angesehen und sollen, wenn möglich, vermieden werden.

Weiterhin charakterisiert Baumeister die Bewohner der Eifel als einen wissendes, aber verschwiegenes Volk. Es gibt viele Gerüchte in der Eifel, deren Urheber nicht mehr auffindbar sind.

„Aber hier in der Eifel laufen verdammt viele Gerüchte, und für viele Gerüchte gibt es keine Beweise.“[16]

Aus diesem Grund können die Gerüchte zwar hilfreich sein, um einen Fall aufzulösen, allerdings können sie nicht als Beweise verwendet werden. Verschleiert wird die Herkunft der Informationen durch die Verwendung des Wörtchens „man“.

„Da war es, dieses zauberhafte ,man’. Man weiß, man ahnt, man sagt, man glaubt, niemals ich, immer man. Eifel live.“[17]

„Man hat das so gesagt. Ich weiß nicht, wer das war. Man hat ja auch gesagt, Ole hätte sich die Scheune ausgebaut, weil er sich mit seinem Vater nicht vertrug.“[18]

Dieses „man“ sieht Baumeister als typisch für die Eifel an[19]. Es zeigt, dass die Menschen, die in dieser Landschaft leben, zwar gerne Informationen weitergeben und verbreiten, aber nicht selber damit in Verbindung gebracht werden wollen, da sie die eventuell daraus resultierenden Konsequenzen fürchten. Außerdem sind die Menschen der Eifel darauf bedacht, sich in den Augen ihrer Nachbarn und Bekannten in einem möglichst guten Licht zu präsentieren, wie die Aussage der Zeugin Gerlinde Prümmer bestätigt[20].  Die Aufgabe des Ermittlers ist es nun aber, aus Gerüchten Fakten und aus Beobachtern Zeugen zu schaffen. Diese Aufgabe wird Siggi Baumeister durch die oben genannten Aspekte der Charaktere erschwert. Gerüchte werden sehr schnell weiter getragen und verändern sich in einem immer größeren Umfang, je mehr Menschen sie weiter geben. Als Ermittler muss Baumeister nun das „Körnchen Wahrheit“ aus diesen Gerüchten herausfiltern. Sogar dem zehnjährigen Schappi ist bereits bewusst, dass es in der Eifel keine wirklichen Geheimnisse gibt.[21] Die Angst vor den möglichen Konsequenzen, oder anders ausgedrückt die Abneigung gegen Obrigkeiten[22], wie zum Beispiel der Polizei, ermöglichen Baumeister allerdings erst seine Ermittlertätigkeit und treibt diese voran. Baumeister wird von den Einheimischen anerkannt und respektiert, auch wenn er nicht wirklich als einer von Ihnen angesehen wird. Deswegen sprechen die Zeugen mit ihm und treten sogar von selbst an ihn heran, statt sich an die Polizei zu wenden, wodurch er erst den Auftrag für die Detektion erhält. Die Außenseiterposition von Baumeister wird auch in seiner Einstellung zum Alkohol deutlich. In der Eifel ist es üblich Gästen etwas Alkoholisches zu trinken anzubieten und Baumeister lehnt dieses Angebot, da er trockener Alkoholiker ist, jedes Mal konsequent ab. Hierdurch wird sein Außenseitertum deutlich. Ein weiteres Beispiel hierfür ist seine Meinung im Bezug auf das Autofahren unter Alkoholeinfluss.[23] Alkoholkonsum und der fahrlässige Umgang damit, wird hier als eine typische Eifel-Eigenart beschrieben, durch deren Nichtakzeptieren sich Baumeister vom „Eifler“ abgrenzt. Die Reaktionen Gerlinde Prümmers zeigen außerdem, dass die Angelegenheiten der Eifel eifelintern geregelt werden. Als rückständige und abgeschiedene Region sind die Menschen es von jeher gewohnt ihre Probleme selbst in die Hand zu nehmen und innerhalb des Problemkreises zu lösen, statt Hilfe von außen anzufordern. Der Ermittler tritt in dem Moment in Erscheinung, wo die Menschen ihre Probleme, in diesen Fall einen Doppelmord, nicht mehr selber lösen können. Grund hierfür könnte sein, dass die Täter des Falles ebenfalls Außenstehende sind. Sie kommen aus Köln, München[24] oder den Niederlanden.  Baumeister bildet also die Brücke zwischen den Eiflern, den fremden[25] Tätern und der Polizei. Das er Teil der „Eifelgemeinschaft“ ist, erkennt man auch an seinem Gespräch mit dem Arzt des Krankenhauses, wo weitere handelnde Personen eingeführt werden. Dies geschieht auf die „typische Eifler Art, höchst wichtige Informationen weiterzugeben, ohne Namen zu nennen“[26], trotzdem versteht Baumeister als Eifelimigrant, im Gegensatz zu seinem Helfer Rodenstock, sofort wer gemeint ist.

Immer wieder wird die Wortkargheit und Verschwiegenheit angesprochen.[27] Im Gegensatz dazu wird aber gezeigt, dass viele Menschen Wissen in Form von Gerüchten und Beobachtungen mit sich tragen.[28] Dies erkennt man zum Beispiel schon auf Seite 13, als kurz nach der Tat etliche Privatfahrzeuge auf den Hof rollen, um sich die brennende Scheune zu betrachten. Wie schon gesagt wirken sich diese Eigenschaften der Eifelbevölkerung auf die Ermittlungen Baumeisters aus. Zuerst muss der Detektiv die vielen Zeugen sortieren und entscheiden, wo er mit seinen Ermittlungen einsetzt. Diese Entscheidung beeinflusst den Fortgang der Detektion, weil die Aussagen der Zeugen, das weitere Vorgehen der Ermittlergruppe bedingen. Um zu entscheiden wie diese Schritte aussehen, müssen die Aussagen im zweiten Schritt überprüft und gefestigt werden. Durch den großen Zeugenkreis und die damit verbundenen zahlreichen unterschiedlichen Aussagen, muss der Ermittler einen sehr großen Personenkreis abdecken, um wenige bedeutende Informationen zu erlangen, die ihm die richtige Richtung für das weitere Vorgehen zeigen. Dieser Umstand ist ein wichtiger Bestandteil für den Aufbau und den Ablauf der Erzählung. Durch die vielen Zeugen ergeben sich genügend Handlungsstränge, um dem Roman eine ausreichende Länge, sowie die Möglichkeit für einen gelungenen Spannungsaufbau zu geben. Ein Beispiel hierfür ist das Auftreten des Täters van Straaten im Handlungsverlauf. Bereits früh wird er als „der Holländer“[29] durch Zeugenaussagen in die Handlung eingeführt, bevor er durch ein kurzes Telefonat[30] erstmals persönlich in Erscheinung tritt. Erst relativ spät in der Detektion tritt er schließlich auch als Person in Erscheinung[31], wodurch es nun  zügig zu einer Auflösung des Falles kommt.

Die Ermittlungen liefern aber auch neue Einsichten über die Eifel für Baumeister und sein Ermittlerteam. Zu Beginn ist es noch nicht ersichtlich, dass es sich bei dem Verbrechen um einen Drogenmord handelt, dies stellt sich erst wenig später heraus. Zwar weiß Baumeister schon vorher, dass es Drogen in der Eifel gibt und vor allem Jugendliche Kontakte mit „weichen“ Drogen haben.[32] Allerdings verblüfft ihn die Tatsache, dass bei diesem Fall auch „harte“ Drogen im Spiel sind und sogar die Antriebsfeder des Verbrechens darstellen.33 Möglicherweise trübt dies die idyllische Vorstellung Baumeisters über die Eifel, die auch in seinen Aussagen über die Landschaft deutlich werden. In diesem Zusammenhang kritisiert er auch den Umgang der Erwachsenen mit diesem Tabuthema34 und beschreibt die Opfer als nicht integriert in die „anständige“35 Eifler Gesellschaft.

Andere Charakterisierungen des „Bergvolkes“36 nehmen weniger Einfluss auf die Ermittlungen. Hierzu gehören unter anderem die Charakterisierungen, vor allem der Eifeljugend, als „Autojunkies“37 oder „Abhänger“38. Aber auch die häufigen Anspielungen auf die Eigenheiten der Eifelbauern39 und allgemeine Auskünfte über Besonderheiten oder Eigentümlichkeiten der Eifel40. Durch diese Andeutungen über die Eigenschaften der Bevölkerung wird ein soziales Umfeld geschaffen, in dem die Detektivgeschichte spielen kann. Nur durch dieses Umfeld ist es möglich, dass der Kriminalfall in der bekannten Art und Weise vonstatten geht. Zum Beispiel werden Ole und Betty hierdurch erst in ihre Außenseiterposition gedrängt, durch das Verhalten des Bauern Mehrens, oder die Ablehnung der Gesellschaft ihnen gegenüber.

Es kann also festgehalten werden, dass im Roman durchaus ein stereotyper Eifelmensch dargestellt wird und dieser auch Einfluss auf die Detektion nimmt. Allerdings heißt dies nicht, dass der dargestellte Menschenschlag 1:1 auf die Realität zu übertragen ist. Vielmehr handelt es sich hier um ein erzählerisches Mittel, mit dem eine Basis geschaffen wird, damit der Detektivroman in der Art und Weise funktionieren kann, wie er erzählt wird. Es werden menschliche, soziale und gesellschaftliche Grundmuster erstellt, die den Tätern das Verbrechen und dem Detektiv das Ermitteln ermöglichen. „Arschlöcher gibt es eben überall.“41, dieser Ausspruch Baumeisters behält in diesem Kontext seine Gültigkeit.

  1. Schauplätze und Landschaftsbeschreibungen

Die Schauplätze der Handlung und die Landschaftsbeschreibungen des Erzählers haben verschiedene Funktionen für die Detektivgeschichte. Baumeister selber hat ein indifferentes Verhältnis zu den landschaftlichen Gegebenheiten der Eifel. Während er genaue Details von der Landschaft und deren Geschichte kennt, kann er zu Schauplätzen, die direkt mit der Handlung zusammenhängen keine genauen Angaben machen. Dies zeigt sich bereits zu Beginn der Handlung auf dem Weg nach Jünkerath42, aber auch als er und Rodenstock sich auf den Weg zu Mario machen43. Auf der anderen Seite zeigt er Rodenstock „typisch Eiflerisches“44 in der folgenden Szene:

„ ‚Ich zeige dir jetzt was typisch Eiflerisches.’

Ich fuhr nicht nach Jünkerath zurück, sondern nach Feusdorf die Steigung hoch. Hier lag der Schnee doppelt so hoch wie unten im Kylltal. Oben bog ich links nach Esch ein, dann ging´s wieder scharf nach rechts, wo wir die schmale Straße zurück nach Jünkerath erreichten. Es war ein Traumweg. Links und rechts Hochwald, links und rechts von schwerem Schnee behängte Weißtannen, eine Traumlandschaft.“45

Diese Szene zeigt, dass Baumeister eine sehr genaue Kenntnis der Eifel besitzen muss, um solch einen Standort zu finden. Die Beschreibung als Traumweg, bzw. Traumlandschaft weisen außerdem darauf hin, dass der Ermittler stark emotional mit der Landschaft der Eifel verbunden ist. Seine genauen Kenntnisse zeigt er auch in Aussagen über die industrielle Geschichte der Eifel.46 Besonders angetan ist der Ermittler von den Jahreszeiten der Eifel47, welche in Form von unterschiedlichen Witterungsverhältnissen eine besondere Funktion für den Roman übernehmen.

In den folgenden Unterkapiteln soll näher auf die Funktionen von bestimmten Schauplätzen, Landschaftsbeschreibungen und Witterungsverhältnissen eingegangen werden. Im ersten Punkt  wird die Heimat von Autor und Protagonist, das Bauernhaus in Dreis-Brück, als Ermittlerzentrale beschrieben. Anschließend werden, ausgehend vom Traumfluchtziel Kanada, die Orte außerhalb der Eifel auf ihre Bedeutung hin untersucht. Die letzten beiden Kapitel beschäftigen sich mit den Funktionen der Landschaftsbeschreibungen am Beispiel der ersten Befragung Marios48 und der Funktion der beschriebenen Witterungsverhältnisse.

4.1 Die Ermittlerzentrale Dreis – Brück

Dreis-Brück dient dem Ermittlerteam zu verschiedenen Zwecken. Zum einen ist die Ermittlerzentrale genau das, was der Name schon sagt: die Zentrale. Hier laufen die Fäden der Kriminalhandlung zusammen. Als Anlaufpunkt für alle Beteiligten, Ermittler und Zeugen, wird hier das Vorgehen koordiniert, lose Fäden zusammengeknüpft und Entscheidungen über den weiteren Ablauf der Ermittlungen getroffen. Andererseits ist das alte Bauernhaus auch die Heimat und der Ruhepunkt des Ermittlerteams.

Die Funktion der Zentrale zeigt sich in vielen unterschiedlichen Vorgängen. Neben der Arbeitsaufteilung49 für Dinah, Rodenstock, Baumeister und später auch Emma, werden hier weitere kriminalistische Aufgaben erledigt. Dazu gehört auch, dass das bereits Bekannte rekapituliert und weitergedacht wird, um den richtigen Weg für die Ermittlungen zu finden. Dies zeigt sich vor allem in der Szene, als der Kriminalrat a.D. Rodenstock Kriminalarbeit leistet, indem er alle beteiligten Personen auf einem Poster aufzeichnet und ihre Verbindung untereinander darstellt50, aber auch in der einfachen Aussage Rodenstocks: „Was machen wir nun?“51. Außerdem werden Mitglieder des Ermittlerteams in der Zentrale auf den neuesten Stand der Ermittlungen gebracht, wie es Rodenstock bei Dinah tut.52 Die Ermittler koordinieren sich auch über die Zentrale in Brück. Deutlich wird dies zum Beispiel durch den Austausch von „Zettelnachrichten“53 der Gruppe, die Auskunft über den momentanen Aufenthaltsort geben, oder auch daran, dass Brück in der Regel Ausgangspunkt für Besuche bei Zeugen ist. Aber Brück wird innerhalb der Handlung auch der Schauplatz von Verbrechen, als die „Abordnung aus Köln“54 und wird dadurch aktiv vom reinen Ermittlerschauplatz auch zum Verbrechensschauplatz. So wird auch deutlich, dass selbst der vermeintlich sichere Standort Gefahren birgt und die Ermittler den Fall nicht neutral untersuchen, sondern ganz klar auf der Seite der Opfer stehen. Hier wird außerdem der Gegensatz zwischen Land und Stadt deutlich. Die Opfer und Ermittler stehen auf der Seite der ländlichen Eifel, während die Angreifer auf der Seite der Stadt, in diesem konkreten Fall Köln, stehen.

Auch für die Zeugen des Falles ist Brück Anlaufpunkt, persönlich und telefonisch. Möglich ist dies dadurch, dass Baumeister und sein Domizil in der Eifel allgemein bekannt sind. Die Menschen wissen wohin sie sich wenden müssen, um mit dem Ermittler zu sprechen. Sogar der zehnjährige Schappi findet nachts und zu fuß den Weg von Jünkerath nach Brück.55 Aber auch andere Zeugen tauchen persönlich und in der Regel überraschend beim Protagonisten auf.56 Vor allem das Telefon übernimmt in der Ermittlerzentrale eine entscheidende Rolle. Verschiedene Zeugen melden sich telefonisch dort, um Informationen weiterzugeben, oder werden vom Ermittlerteam telefonisch kontaktiert. Schon der Auftrag zur Detektion wird telefonisch durch Schappi eingeleitet, indem dieser nachts beim Protagonisten anruft, um vom Brennen der Scheune zu berichten.57 Telefongespräche dienen außerdem dazu Kontakt zur Staatsanwaltschaft, der Kripo oder auch innerhalb des Ermittlerteams aufzunehmen. Insgesamt erfolgen im gesamten Roman über 40 Telefongespräche, die direkt mit dem Fall in Verbindung stehen.58 Auch die journalistische Arbeit Baumeister wird telefonisch eingeleitet. Verschiedene Redaktionen treten auf diese Weise mit ihm in Kontakt, um von ihm Material zum Fall zu bekommen.59 So zeigt sich auch, dass in Brück nicht nur die Ermittlerzentrale ist, sondern auch der berufliche Mittelpunkt des Journalisten Baumeister. Das der Telefongebrauch für die Ermittlungen von entscheidender Bedeutung ist, zeigt sich auch in der Schlussphase der Detektion. Hier wird die Verfolgung des Täters van Straaten überwacht und die Ergebnisse werden telefonisch in die Ermittlerzentrale weitergeleitet.60 Auch die folgende Aktion zur Überführung des Täters wird per Telefon koordiniert und die handelnden Personen so über ihren Einsatz informiert.61

Des weiteren dient Dreis-Brück dem Ermittlerteam als Ort der Ruhe und Entspannung, zum Gedanken sammeln und neue Kraft schöpfen. Zu dieser Regeneration gehören Literatur62, Musik63, Fernsehen64, Liebe65, Körperpflege66, Schlaf67 und in einer Hauptrolle, das Essen. In diesen Abschnitten wird vor allem auch die Freundschaft zwischen den Ermittlern gestärkt und ausgebaut und oft gehen die verschiedenen Arten der Entspannung Hand in Hand miteinander.68 Ein wichtiger Umstand für diese Erholung und Regeneration stellt außerdem der Kamin und das darin prasselnde Feuer da.69 Dies steht auch im Gegensatz zur kalten Jahreszeit in der die Handlung vonstatten geht. Außerdem gehören hier auch die Katzen Momo und Paul zur „Ermittlerfamilie“, welche vor allem für Baumeister Rückhalt und Familie ausmachen.70 Und auch die Pfeife, als stereotypes Zeichen des Detektiv, findet hier Erwähnung.71 In den Ruhephasen soll der „Fall eine Forelle lang vergessen“72 sein, trotzdem sind die Pausen relativ kurz und von den Gedanken an das Verbrechen überschattet73. Vor allem rund ums Essen gibt es etliche Pausen in denen gleichzeitig der Fall besprochen wird. Dies bringt außerdem etwas Alltägliches in den ansonsten aufreibenden Ermittleralltag. Halbe Birnen mit Roquefortkäse werden von Baumeister sogar als „Eifelhimmel“74 bezeichnet. Antriebsfeder dieser Genüsse ist in erster Linie die Watsonfigur Rodenstock.75 Oft ist auch das Frühstück die wichtigste Mahlzeit am Tag um Kraft zu schöpfen und Ruhe zu finden76, während andere Mahlzeiten häufig in Restaurants der Umgebung verlegt werden77. In diesen Fällen wird die Ermittlerzentrale sozusagen verlagert, also aus dem Bauernhaus weg in eines der Lokale. Nun werden dort Termine besprochen, Aspekte überdacht und das weitere Vorgehen geplant.

Zwar erwecken Bezeichnungen, wie die des Eifelhimmels, den Eindruck, dass die Zentrale des Ermittlerteams durch ihren Standpunkt in der Eifel eine besondere ist. Allerdings bin ich der Meinung, dass dies nicht der Fall ist. Da es sich hier um einen mehr oder weniger abgeschlossenen Raum handelt, ist der Standort Dreis-Brück für die Eigenheiten der Ermittlerzentrale weitgehend unerheblich. Von wirklicher Bedeutung ist der Standort nur im Bezug auf die Zeugen und ihr Verhältnis zu den Ermittlern. Wie bereits gesagt ist es den Zeugen, aufgrund der sozialen Infrastruktur der Eifel, möglich, von selbst auf die Ermittler zuzugehen und mit ihnen Kontakt aufzunehmen, wodurch die Handlung vorangetrieben wird und der Fall aufgeklärt werden kann. Die reale Ortschaft Brück ließ bei meiner Standortvisite keine Rückschlüsse darauf zu, ob und wie sich hier Verbrechen der dargestellten Art ereignen könnten. Es handelt sich um ein sehr kleines Bauerndorf in der Vulkaneifel, mit leeren Straßen und ohne die in der Eifel oft üblichen touristischen Anziehungspunkte.  Die Aspekte der Ruhe und Erholung passen dagegen sehr gut zu diesem Ort.

4.2 Traumfluchtziel Kanada

Mit Kanada als Traumfluchtziel und ansatzweise auch mit den anderen „Nichteifelorten“ möchte ich mich vor allem deswegen beschäftigen, um die Gegensätze der Orte darzustellen. Kanada ist der gewählte Fluchtort der beiden Opfer Ole und Betty, den sie durch ihren Tod nie erreichen. Deswegen bleibt das Land auch Traumfluchtziel. Für die Beteiligten ist es eindeutig, dass für die beiden jungen Menschen in Kanada ein neues Leben beginnen sollte, indem die Eifel und ihre Bewohner zurückgelassen werden.78 Sie sahen hier ihre Zukunft, ohne Drogen, Konventionen, Anfeindungen und Gefahr. Sie sahen in der Eifel in eine hoffnungslose Zukunft, weswegen Kanada auch als das „Land der Hoffnung“ umschrieben werden kann. Kanada ist schon immer ein Einwandererland, während die Eifel seit der Industrialisierung beständig gegen Abwanderungen der Bevölkerung zu kämpfen hat. Die Zukunftshoffnungen der Opfer werden sehr stark in dem Kinderwunsch Bettys deutlich, der in Kanada realisiert werden sollte.79 Außerdem spielt hier auch die Entfernung des Landes vom Ort des Verbrechens eine Rolle. Kanada ist nicht nur ein anders Land, es liegt sogar auf einem anderen Kontinent, von Europa durch den Atlantik getrennt. Ole und Betty hätten also einen ganzen Ozean zwischen sich und ihr altes Leben gebracht. Im Gegensatz dazu befinden sich die weiteren „Nichteifelorte“ alle in der näheren Umgebung der Mittelgebirgsregion. Hierbei handelt es sich um Köln und die Niederlande. Weiter entfernt können auch München und Wiesbaden dazugezählt werden. Diese relativ nahe liegenden Orte verkörpern das Böse innerhalb der Detektivgeschchte, während Kanada das Gute repräsentiert. Aus Köln stammt die Gruppe rund um den eigentlichen Mörder Smiley, aus den Niederlanden der Drahtzieher Jörn van Straaten.

In diesem Zusammenhang steht die Eifel für Gut und Böse, da beide Gruppen hier aufeinander treffen, wodurch das Verbrechen entsteht. Die Detektivgeschichte spielt in einem Landstrich, der einen Dualismus zwischen diesen beiden Gegensätzen aufzeigt.

4.3 Witterung

Die Beschreibung der jeweiligen Witterungsverhältnisse übernimmt im Roman ganz bestimmte Funktionen. Sie spiegeln den jeweiligen Stand der Ermittlungen wider und sind düstere Vorboten für schlechte oder überraschende Nachrichten.

„Es war sehr kalt, der Himmel war ein schwarzes Loch, und durch den gelben Lichthof der Laterne fiel sanft der erste Schnee des Jahres.“80

Der erste Schnee des Jahres fällt zu Beginn der Handlung, die Tat und die dazu führenden Umstände werden in diesem Moment mit der schweigenden Schneedecke eingehüllt, die es im metaphorischen Sinne erschwert das Verbrechen aufzuklären. Diese Form der Zweideutigkeit zeigt sich auch im weiteren Verlauf der Handlung und den beschriebenen Witterungsverhältnissen. Das nächste Zitat verweist außerdem auf die Stimmung des Protagonisten, als er die ersten Informationen über die Opfer erhält und an seine eigene Kindheit erinnert wird.

„Draußen war es dunkel geworden, es schneite wieder, der Wind kam scharf aus Nordwest, die flirrend weißen Striche des Schnees lagen fast waagerecht, in den beiden Zügen des Kamins heulte es an- und abschwellend wie aus einer mißtönenden Orgel.“81

Die Stimmung Baumeisters ist hier genauso eisig wie das Wetter, ebenso wie seine Aussichten darauf den frischen Fall aufzulösen. Im weiteren Verlauf der Handlung wird die Beschreibung der Witterung immer wieder genutzt, um auf den schleppenden Verlauf der Ermittlungen hinzuweisen. Es schneit weiterhin und die Landschaft wird immer mehr mit Schnee bedeckt.82 Besonders prägnant ist hier das folgende Zitat:

„ …, und das Land lag in schweigsamer Pracht unter der weißen Decke.“83

Der Schnee, der ja auch im Titel des Romans erscheint, steht hier synonym für die Verschwiegenheit der Bevölkerung, sowie für die spärlichen Informationen, mit denen der Ermittler bis zu diesem Zeitpunkt auskommen muss. Die Aufklärung des Verbrechens liegt und einer Decke des Schweigens, die durch den Schnee symbolisiert wird. Einziger Anhaltspunkt der Ermittler ist zu Beginn der Ermittlungen die abgebrannte Scheune, auf der sich der Schnee nicht niederlassen kann.84 Dies ist auch ein erstes Anzeichen dafür, dass das Verbrechen trotz spärlicher Hinweise und der Decke des Schweigens aufgelöst werden wird. Durch Witterungsbeschreibungen wird sogar ein Ausblick auf den weiteren Verlauf der Detektion gegeben.

„Mittlerweile lag der Schnee gute dreißig Zentimeter hoch, und der Wetterbericht meldete, daß die Kälte in den nächsten Tagen halten würde.“85

Andererseits sind beschriebene Witterungsverhältnisse aber auch Indikator für den erfolgreichen Verlauf der Ermittlerarbeit. Ein Beispiel hierfür ist die Suche nach der versteckten Metallkassette mit der Hilfe von Thomas Schwarz. Die Anreise erfolgt schnell, auf sauberen und trockenen Straßen, erst bei der Ankunft an der Scheune beginnt er leicht zu schneien.86 Ebenso einfach wie die Hinfahrt gelingt das Auffinden der Kassette. Des weiteren wird die Witterung benutzt, um auf schlechte Nachrichten hinzudeuten. Sehr deutlich wird dies vor dem Anruf von Marios Vater, als dieser vom Unfall seines Sohnes berichtet.

„Als das Telefon erneut schellte, war es zwanzig Minuten nach zehn, die Nacht war rabenschwarz, es schneite sehr heftig, der Wind kam aus Nordost, die Temperatur lag bei minus zehn Grad.“87

Die Nachricht erreicht Baumeister in einer rabenschwarzen Nacht, mit erneutem heftigen Schneefall, kalten Wind und sehr kalten Temperaturen, dem entsprechend schlecht ist die Nachricht, die er vom aufgelösten Vater empfängt.

Erst auf Seite 196 gibt es eine Veränderung in den Witterungsverhältnissen, die gleichzeitig auf ein Voranschreiten der Ermittlungen hindeuten. Zwar sind die Temperaturen immer noch niedrig, doch „das Wetter war diesig“. Diesiges Wetter ist eine bessere Form von nebeligen Sichtverhältnissen. Nebel wiederum sorgt nach seinem Verschwinden für ein Aufklaren der Sicht. Hier erfolgt dann also ein Aufklaren in der Beweislage des Falles. Noch deutlicher wird die Verbesserung der Verhältnisse zwei Seiten später, als der Nebel verschwunden ist und Baumeister stattdessen „eine Spur der bleichsüchtigen Sonne“ am Himmel entdeckt. Kurz vor der finalen Aktion der Ermittler, bei der Jörn van Straaten überführt und getötet wird, gibt es eine erneute Wetterverschlechterung, die für die Unsicherheit der bevorstehenden Aktion steht.88 Hier wird auch die Sehnsucht des Protagonisten deutlich, den Fall zu Ende zu bringen. Erst kurz vor dem Ende der Handlung gibt es eine erneute Wetterbesserung, die Hoffnung vermitteln soll und für die erfolgreiche Detektion steht.

„Im Westen hatte der Himmel dicht über der Kimm einen intensiv roten Streifen, es würde noch kälter werden.“ 89

Während der Wind bis zu diesem Zeitpunkt in der Regel aus Nordosten kam, wird nun der Westen erwähnt wo das Sonnenlicht einen intensiven roten Streifen bildet. Zwar ist die Himmelsrichtung Westen nicht korrekt, dennoch erinnert das Bild an einen Sonnenaufgang, der Hoffnung vermittelt und einen neuen Tag ankündigt.

Die Witterung wird außerdem benutzt, um bestimmte Stimmungen und Gefühle zu erzeugen. Das Wetter ist Durchweg kalt und windig, erst kurz vor Ende des Roman ist eine Besserung der Bedingungen in Sicht. Geübten und aufmerksamen Krimilesern dienen diese Hinweise zusätzlich als Indikator dafür, dass nun erhöhte Aufmerksamkeit gefordert ist. Somit kommt hier auch ein, für die Detektivgeschichte wichtiger, Spannungsaufbau zustande. Eifelspezifisch sind diese Witterungserscheinungen nur bedingt, da ein Winter in Deutschland überall „ungemütlich“ sein kann. Für Kenner der Landschaft gilt dies allerdings nicht. Ihnen ist es möglich sich die bekannten Orte im Winter vorzustellen und somit ein genaueres Bild der Schauplätze zu bekommen. Sieht man die Witterung in Verbindung mit der Eifellandschaft entsteht ein eher düsteres Bild der Landschaft90, dass dem Krimi zuträglich ist.

4.4 Landschaft

Um die Funktionen der Landschaftsbeschreibungen zu beschreiben, soll hier an einem konkreten Beispiel gezeigt werden, wie diese benutzt werden, um Stimmungen und Spannung zu erzeugen. Gewählt habe ich hierfür die erste Befragung Marios, die im Auto auf der Strecke zwischen Niederstadtfeld, Neroth, Kirchweiler und zurück nach Niederstadtfeld stattfindet.

Informationen zum Streckenverlauf, und damit zum Landschaftsbild, werden immer dann gegeben, wenn für die Detektivgeschichte wichtige Aussagen folgen. Zum Beispiel erfolgt eine solche Beschreibung bevor Mario Informationen über die Umsätze Oles gibt.91 Hier gibt Mario indirekt die Information, dass Ole bereits einen Nachfolger für sein Geschäft gesucht hat. Die Landschaftsbeschreibungen sind auch immer Momente des Schweigens, für die handelnden Personen ebenso, wie für den Leser. Dies wird auch explizit im Text angesprochen.

„Eine Weile herrschte Schweigen, und ich bog von Oberstadtfeld auf Neroth zu, um am Scharteberg vorbei auf Kirchweiler zuzufahren.“92

Während dieses Schweigemoments haben Leser und handelnde Figuren die Möglichkeit nachzudenken, die grade erfahrenen Informationen zu verarbeiten und Zusammenhänge zu realisieren. Den beteiligten Personen wird Zeit gegeben um das Gesagte zu verstehen, da sie im Zeitraum der Erzählzeit in sich gehen können. Vor allem auch für den Rezipienten ist hier eine erzähltechnische Pause entstanden, in der er sich ohne gravierende Unterbrechung aus dem Geschehen zurückziehen kann. Gleichzeitig dienen diese Arten von Streckenbeschreibungen der Identifikation des Lesers mit der Detektivgeschichte, vor allem dann, wenn der Rezipient Ortskenntnis besitzt.

Weiterhin verweisen die Landschaftsbeschreibungen auch auf die Stimmungen und Gefühle Marios. In Momenten in denen er keine Antwort geben möchte, oder mit der Antwort zögert, werden zur Stimmung passende Landschaftsmerkmale erzählt.

„Es war still. Der Sendeturm auf der rechten Seite ragte majestätisch in ein blaues Himmelsloch. Jemand hatte eine Kurve zu eng genommen und war im Straßengraben gelandet. Er hatte das Auto einfach stehengelassen. Links brach ein Eichelhäher aus einer Krüppeleiche, und ein Fischreiher querte mit mächtigen Schwingen die Straße.“93

Mit dieser Beschreibung des Gesehenen werden verschiedene Dinge transportiert. Der Sendeturm, der in den Himmel ragt, erzeugt ein beeindruckendes Bild. Der Unfallwagen dagegen steht für das Ungeklärte, da der Wagen verlassen ist und man nicht weiß was vorher passierte, wem der Wagen gehört und Ähnliches. Dieser Umstand verweist auf die Ungeklärten Aspekte innerhalb der Detektion. Die Tiere dagegen sind in Bewegung und zeigen so, dass auch der Fall in Bewegung ist. Der nächsten Streckenbeschreibung kommt noch eine weitere Bedeutung zu:

„Ich kam auf der kleinen Kreuzung an und bog nach links ab auf Gerolstein zu. Er hockte zwischen uns, und seine Augen waren ganz weit weg.“94

Diese Aussage wird gemacht, bevor Mario beginnt mehr zu erzählen und wichtigere Aspekte anzusprechen. Baumeister lenkt den Wagen hier nach links in Richtung Gerolstein, ändert also die eingeschlagene Richtung. Einen Richtungswechsel gibt es nun also auch in der Befragung Marios. Der gesamten Handlung wird an diesem Moment eine neue Richtung gegeben. Die Einstellung Marios zum Schweigen hat sich geändert, was man auch daran erkennt, dass sein Blick „weit weg“ ist und nicht am eigentlichen Ort des Geschehens ist, sondern mit seinen Gedanken woanders ist. Deswegen steht das „weit weg“ auch für die Vergangenheit und dient als Einstieg in die Rückblende. Der Artikel „der“ vor „kleinen Kreuzung“ setzt voraus, dass dem Leser die Kreuzung bekannt ist, wodurch der ortskundigen Leser ganz besonders in das Geschehen der Erzählung integriert wird, aber auch dem Ortunkundigen Leser wird das Gefühl gegeben mit dem Ort vertraut zu sein, da der Artikel dieses Gefühl impliziert. Die adverbiale Bestimmung „kleine“ grenzt den Spielraum, um welche Kreuzung es sich handelt, weiter ein, es kann sich nicht um eine große Kreuzung handeln, Ortskundige können die Kreuzung besser bestimmen, für Ortsunkundige wird die Möglichkeit zu einer passenderen Vorstellung der Kreuzung gegeben.

Nachdem Rodenstock eine peinliche und unerwartete Enthüllung über Marios Privatleben gemacht hat erfolgt nur eine sehr kurze Streckenbeschreibung.

„Ich fuhr über Hillesheim nach Hause, …“95

Diese kurze Beschreibung, beschreibt gleichzeitig den Schock, den Mario aus der Enthüllung davonträgt. Außerdem dient sie dazu, den Druck der sich zwischen Rodenstock und Mario aufgebaut hat, entweichen zu lassen. Dies geschieht auch in der Metapher des Gasgebens.96

Außer diesen Streckenbeschreibungen werden noch weitere Aussagen über die Eifellandschaft und ihre Eigenheiten gemacht. Eine Besonderheit hierbei möchte ich noch kurz vorstellen. An zwei Stellen werden Füchse angesprochen, die als Bedrohung verstanden werden können. Im ersten Fall werden Füchse von Baumeister angesprochen, ohne dass wirklich ein Fuchs in der Handlung erscheint.97 Der zweiten Fall schildert einen Fuchs am Straßenrand, der sich genauso verhält, wie Baumeister es vorausgesagt hat: Er versucht nicht vor dem Auto zu flüchten.98 Füchse werden hier als Synonym für die Verbrecher verwendet: sie sind listig, fürchten sich nicht vor ihrer Umwelt und es gibt viel zu viele von ihnen.

Insgesamt gesehen werden nur sehr wenige Merkmale der Eifel angesprochen, die für die Handlung oder den Aufbau des Romans von entscheidender Bedeutung sind. Alle aufgeführten Stellen könnten ebenso in anderen Regionen Deutschlands dargestellt werden. Einen großen Nutzen haben aber vor allem die Streckenbeschreibungen für die Identifizierbarkeit des Lesers mit dem Geschehen. Neben den dargestellten Orten kann sich der ortskundige Rezipient ein genaues Urteil über die beschriebenen Strecken machen. Dies dient vor allem auch einer guten zeitlichen Einordnung des Geschehens. Ein Leser, der die dargestellten Strecken kennt, weiß gleichzeitig wie viel Zeit benötigt wird, um von Standpunkt A nach Standpunkt B zu gelangen. Der zeitliche Ablauf der Handlung wird konkreter, wodurch auch die Schnelligkeit, die ein Merkmal der Detektivgeschichte darstellt, greifbarer wird.

5. Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Autor und Protagonist eine sehr starke Bindung zum dargestellten Landstrich und seinen Bewohnern haben. Während die Darstellungen der Eifelbewohner Einfluss auf den Fortgang der Detektion nehmen, ist die Landschaftsbeschreibung hierfür eher nebensächlich. Die dargestellten Charaktere sorgen für die Art und Weise wie Informationen erlangt werden. Außerdem wird ein soziales Milieu erschaffen, in dem die Verbrechen stattfinden können. Im Gegensatz dazu dienen die Landschaftsmerkmale vor allem einer höheren Identifizierbarkeit des Lesers mit dem Geschehen. Durch Witterung und Streckenbeschreibungen werden Stimmungen erzeugt und dem Leser Hinweise zur erhöhten Aufmerksamkeit gegeben. Der Grund für das Verfassen der Eifel-Krimis ist also vor allem darin zu suchen, dass sich der Autor hier heimisch fühlt, die Orte und Menschen kennt, weswegen er sie detailgetreu beschreiben kann. Detailtreue ist vor allem in Kriminalromanen ein wichtiger Bestandteil, der so ausreichend erfüllt werden kann. Deswegen wird die Heimat des Autors zur Heimat des Protagonisten, wodurch sie zum Kennzeichen des Krimis wird. Hieraus lässt sich folgern, dass Berndorf / Preute einen typischen regionalen Krimi verfasst hat. Typisch in dem Sinne, dass die gewählte Region zwar kennzeichnend ist, bei der genauen Kenntnis einer anderen Region aber auch austauschbar bleibt. Wäre Berndorf im Hünsrück, im Allgäu oder im Harz ansässig würden die Krimis wahrscheinlich einen anderen Schauplatz besitzen. Die Betonung muss in der Eifel-Krimi-Reihe also vor allem auf Krimi und nicht auf Eifel liegen und meiner Meinung nach liegt dies auch in der Absicht des Autors. Schließlich komme ich zu dem Ergebnis, dass zwar eifelspezifische Merkmale für die Konstruktion des Krimis genutzt werden, diese aber nicht zwingend erforderlich sind, da sie auch durch die Eigenheiten anderer Regionen austauschbar sind. Vor allem deswegen, weil ich glaube, dass alle ländlichen Gebiete eine Struktur und einen Charakter aufweisen, die einander nicht unähnlich sind.


[1] http://www.jacques-berndorf.de/html/wie_alles_begann.html, 12.04.06

[2] ebenda

3 ebenda

4„Recherchen zum geheimen Regierungsbunker südlich der Bundeshauptstadt bei Bad Neuenahr, von dem aus

die Bundesrepublik im Falle eines Atomanschlags regiert werden sollte, brachten Michael Preute schließlich in die Eifel: Berndorf, Beulerstraße/Ecke Lindenstraße“ (http://www.krimilexikon.de/berndorf.htm, 13.06.2006)

[5] „Preute hatte vom “Spiegel” den Auftrag erhalten, eine Reportage über den Regierungsbunker in Ahrweiler bei Bonn zuschreiben, in dem die politische Führungsschicht Schutz im Falle eines atomaren Angriffs auf die Bundesrepublik suchen wollte. Für seine Recherchen mietete Preute einen Bauernhof in einem Nest namens Berndorf. Und damit begann die zweite Karriere des Journalisten Michael Preute..“ (http://www.welt.de/daten/1998/06/13/0613gw74122.htx, 12.04.2006)

[6] http://www.jacques-berndorf.de/html/wie_alles_begann.html, 12.04.06

7 ebenda: „Ich konnte nicht, wie bisher, die Welt zu meinem Spielfeld machen, ich hatte die langen Reisen um den Globus satt, ich mochte das Leben in Hotels nicht mehr. Gleichzeitig wollte ich nicht mehr im fes gefügten Rahmen einer Redaktion arbeiten. Ich entschied mich, Reportagen über soziale Felder zu machen, ….“,

[8] ebenda

[9] „Er verliebte sich in die karge Landschaft.“ (http://www.welt.de/daten/1998/06/13/0613gw74122.htx , 12.04.2006)

[10] http://www.jacques-berndorf.de/html/wie_alles_begann.html, 12.04.06

[11] ebenda: „Ich lernte die Eifel als klassische Provinz schätzen, als eine Landschaft, in der alle Verbrechen vorkommen, die aber dazu neigt, derartige Erscheinungen der Gesellschaft zu verschweigen.

Provinz verschweigt immer.

Und das war eine Herausforderung. Hinzu kommt, daß ich selbst in der Provinz lebe, weil dort die entschieden kauzigeren Typen leben, Weiblein wie Männlein.“

[12] ebenda

13 Eifel- Schnee, S. 114 f. (alle folgenden Zitate beziehen sich ebenfalls auf Eifel-Schnee)

14 vgl. S. 29

[15] vgl. S. 30

[16] S. 46

17 S. 105

[18] S. 105

[19] vgl. S. 105

[20] „Hier in der Eifel passiert ja viel, was nicht diskutiert wird, weil die Nachbarschaft und deren Meinung wichtiger ist als die Klärung solcher Dinge.“ S. 107

[21] „Das weiß doch wirklich jeder.“ S. 11; Aussage Schappis zur Wohnungssituation von Ole und Betty

[22] „Oh, das tue ich nicht“, entgegnete sie lebhaft. „Bestimmt nicht. Hinterher steht mein Name in Zeitung und ich kriege nichts als Schwierigkeiten. Nein, auf keinen Fall, das tue ich nicht.“ S. 37; Reaktion Gerlinde Prümmers, als sie gebeten wird bei der Polizei auszusagen.

23 „Zu Beginn meiner Zeit in der Vulkaneifel hatte ich immer protestiert, einfach gesagt, es sei unverantwortlich, in so einem Zustand noch Auto zu fahren. Das hatte ich längst aufgegeben, nachdem ich erfahren hatte, wie viele Menschen hier an jedem Wochenende betrunken ihr Vehikel  bewegen. Ganz stolz war mir berichtet worden, es gebe einen Michwagenfahrer, der seit zwanzig Jahren an jedem Wochenende vierzigtausend Liter einsammelt und dabei voll wie eine Haubitze ist.“ S.26

24 „Leute aus München in der Eifel bedeuten immer Verdruß“, murmelte ich.

„Was sollten die in dieser Provinz suchen?“ meinte sie spöttisch.

Mich ärgerte das: „Die Eifel ist immerhin gut genug für ein paar Riesenschweinereien.“ S. 124

25 hier: fremd auch im Sinne von „nicht aus der Eifel“

26 S. 92

27 vgl.: S.27; S.140; S.142

[28] vgl.: S.13, S.46, S.49, S.72, S.105, S.107

[29] vgl.: S. 16

[30] vgl.: S. 74

[31] vgl.: S. 175

[32] vgl.: S. 14

33 vgl.: S. 18, S. 64

34 vgl.: S. 29, S. 30

35 vgl.: S. 19

36 vgl.: S.27

37 vgl. S. 31, S. 219

38 vgl.: S. 219

39 vgl.: S.35, S. 101, S. 111, S. 205

40 vgl.: S.34, S.32

41 S. 114 f

42 „Merkwürdig, dachte ich, ich fahre vielleicht fünfzigmal pro Jahr diese Strecke und noch  nie habe ich diese Häuser gesehen.“ S. 12

43 „Mario wohnte in einem Flecken namens Niederstadtfeld, wo immer das war.“ S. 44

44 S. 34

45 S. 34

46 vgl.: S.33

47 „Das ist das Phantastische an der Eifel: es gibt noch richtige Jahreszeiten.“ S.41

48 vgl.: S. 45 ff.

49 vgl. S. 68

50 vgl.: S. 185 ff.

51 S. 207

52 vgl.: S. 67

53 vgl.: S. 65, S. 115, S. 213

54 vgl.: S. 129

55 vgl.: S. 118

56 vgl.: S. 24, S. 204, S. 205

57 vgl.: S. 9

58 vgl.: S. 41, S. 42, S. 62, S. 64,  S. 71, S. 72, S. 74, S. 80, S. 84, S. 85, S. 86, S. 99, S. 117, S. 120 (u. a.)

59 vgl.: S. 23, S. 28, S. 73, S. 79

60 vgl.: S. 232, S. 235, S. 237

61 vgl.: S. 237, S. 238

62 vgl.: S. 18, S. 23, S. 233, S. 154

63 vgl.: S.73, S. 79, S. 144, S. 195, S. 223

64 vgl.: S. 117, S. 146, S. 209, S. 219

65 vgl.: S. 209

66 vgl.: S. 98, S. 118, S. 195

67 vgl.: S. 187

68 vgl.: S. 68,  S.99, S. 146, S. 209

69 vgl.: S. 99, S. 232

70 vgl.: S. 74

71 vgl.: S. 232

72 S. 67

73 vgl.: 146

74 S. 22

75 vgl.: S. 29, S. 153, S. 193

76 vgl.: S. 29, S. 194

77 vgl.: S. 65, S. 91, S. 154

78 „…, daß die beiden ausgerechnet heute nach Kanada fliegen wollten, um endlich aus der Eifel herauszukommen und etwas Neues zu versuchen.“ S. 68

79 vgl.: S. 38

80 S. 11

81 S. 18

82 vgl.: S. 28

83 S. 31

84 vgl.: S. 32

85 S. 41

86 vgl.: S. 69 f

87 S. 74

88 vgl.: S. 220, S. 221

89 S. 232

90 Anmerkung: vor allem dann, wenn man die Gegebenheiten der Landschaft, wie tiefe Täler und / oder Nadelwälder bedenkt

91 vgl.: S. 46

92 S. 46

93 S. 47

94 S. 48

95 S. 52

96 vgl.: S. 52

97 vgl.: S. 21

98 vgl.: S. 115

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