gehürnstürm
sangen die ärzte einst und mir gehts nu nicht anders. gedanken noch und nöcher, aber sinn und zweck, ziel und richtung, können, sollen, wollen? wer weiß das schon so genau. morgen ist das jahr schon wieder vorbei. was ist geschehen, was geblieben, was gewonnen. lokal, global, regional. die welt brennt und täglich wirds schlimmer. dabei denkt man doch: schlimmer geht nimmer oder war das: schlimmer geht immer? julian assange wird gejagt, der russe verknackt, the day after tomorrow scheint realität, so wie viele thriller, verschwörungstheorien, angstfilme der letzten jahre. wer hätte das gedacht… (jennifer rostock), sci-fi-reality und trotzdem: alle machen weiter wie gehabt. dabei brodelts in wirklichkeit ganz gewaltig. und nicht nur in den allseits bekannten, allweit benannten und sogenannten krisenherden der erde. schon mal vor die eigene tür geschaut? sich rausgetraut? und dem wahnsinn ernsthaft ins gesicht geschaut? schlagzeilen der letzten tage: jugendliche komasäufer, neugeborene-kinder-aus-dem-fenster-schmeißer, kriegsterror-geister, export-weltmeister… und mittendrin, doch fast vergessen: stuttgart 21, tränengas, castor-transport, gummiknüppel. was bleibt denn da von meinungsfreiheit, demonstrations-allgemeinheit als menschenrecht. zweifel werden schnell entlastet, zweifler einfach eingeknastet.
liebe welt: ich wünsche ein weiterhin schläfriges behagliches unverzagliches 2011.
der untergang ist eh erst für 2012 vorhergesagt…