Archiv für März, 2010
frogstomp
Veröffentlicht in geschossen am 04/03/2010 von anajanader hund von baskerville – doyle
Veröffentlicht in gelesen am 04/03/2010 von anajanasherlock holmes und doktor watson, der klassiker schlechthin, krimi vom feinsten. auf einem einsamen anwesen in englands moorlandschaft geschehen unfassbare dinge. der gönner des landstriches, von blaublütigstem adel, fällt einfach um. herzinfarkt lautet die diagnose, doch sein arzt und langjähriger freund kann diese version nicht glauben. also macht sich watson auf die stellung zu halten und hinweise zu sammeln.
hoch im moor treffen sich skurile typen. ein entlaufender mörder hält die gegend in atem, der verdacht fällt von hier nach dort und überhaupt: von einem hund ist weit und breit nichts zu sehen. und dennoch: beim fundort der ersten leiche wurden riesige hundepfotenabdrücke entdeckt. kommt das tier wirklich aus der hölle um einen alten fluch zu erfüllen? oder hat das ganze doch eher menschlichere ursachen? watson sammelt und sammelt, dem geheimnis kommt er schließlich auf die spur, da hat sherlock den fall aber schon gelöst. niemand ist ein schnellerer, besserer kombinierer.
spannend, gruselig schön! und wer dann doch immer noch nicht lesen will: sherlock holmes im kino ist nicht zu verachten und bringt vielleicht auch literaturmuffel auf den geschmack.
im krebsgang – grass
Veröffentlicht in gelesen am 03/03/2010 von anajanagrass mag man, ober eben nicht. novellen mag man, ober eben nicht. diese ist mehr als lesenswert, also: ruhig mal durchkämpfen, auch wenns schwer fällt, am ende ist es eine leichtigkeit.
im krebsgang thematisiert viel und dreht sich doch immer um ein thema: die wilhem gustloff und ihren untergang. vergangenheit geht gegen zukunft, bedingt diese und führt sie unabänderlich zum höhepunkt des konflikts, zur unerhörten begebenheit, zum final-countdown. thematisiert wird auch: drei-generationen-konflikt-machtlos-gegenüberstehen. von mutter zu vater zu sohn und immer ist die gustloff auslöser des traumas. nicht totzukriegen, obwohl sie schon über sechzig jahr am grunde der ostsee liegt. thema auch: antisemitismus, judenhass, nationalstolz…und ihre kommunikation im internet. die neue plattform für die neue generation…mit denselben streitpunkten und gegensätzlichkeiten. inhalt auch: ost und west, rübermachen oder nicht, anpassung, sich fügen.
grass tut, was er so oft tut. er mischt seine werke, lässt bekannte figuren auftreten, erzählt ihre geschichte weiter, auch schon mal neu und anders. ausgangspunkt ist und bleibt danzig, ulla pokriefke, joachim malke. im krebsgang könnte bestandteil der danziger trilogie sein. neben blechtrommel, katz und maus, hundejahre. der autor unterscheidet klar zwischen sich und dem erzähler. grass wirkt im hintergrund, flüstert zu, was erzählt werden soll, gibt hinweise, kritisiert, der alte mann mit der geschichte. er ist antrieb, motivation. toll.
wenzel – für toni
Veröffentlicht in geschrieben am 03/03/2010 von anajanawer wenzelt wenzelt und wenzelt
unkontrolliert, gewenzelt wenz
wenzel wenzel gewenzelt gerollt
von vorne nach hinten, wenzel
wenz, wenzel, wenzwenz
meister – hank – held
wenzel
die arena – king
Veröffentlicht in gelesen am 03/03/2010 von anajanaüber tausend seiten, für ein paar tage, etliche tote und eine handvoll überlebender. da freut sich der fan und bemerkt am ende: es ist doch zu kurz.
schon der beginn ist blutig. ein sportflugzeug, ein wunderbarer ausblick und: eine kuppel. unerwartet. es zerreisst die maschine in der luft, ein teil hüben, einer drüben. so wie das murmeltier. fett und träge, in zwei hälften zerteilt. dale (barbie) barbara sieht die unglaubliche explosion am himmel, findet körperteile, blutig, ein einzelnes bein, der fuß in damensneakers. er war auf dem weg raus aus der stadt. zu viel ärger, zu viel agression. ein farmer erreicht die außenwelt, den freien teil. beide gehen die “barriere” ab, ein ausweg ist nicht zu finden. die kuppel ist da und wird die kleinstadt die nächsten tage in atem halten.
schlimmer: die stadt ertrinkt in korruption und kriminalität. es stinkt geradezu zum himmel. der zweite stadtverordnete betreibt ein crystal meth labor, im großen stil. sein sohn leidet an einem gehirntumor, ohne es zu wissen, und verliert den verstand. tote sind die folge, nekrophilie. the mill steuert unhaltbar einer katastrophe entgegen.
stephen king schafft es im zeitraffer alles schlechte einer amerikanischen kleinstadt auf die spitze zu treiben und im desaster enden zu lassen. die kuppel verschlimmert die zustände und wirkt literarisch wie ein vergrößerungsglas. überdeutlich werden die missstände, drogen, gewalt, intrigen. sehr schön.
einziger vermutstropfen: die kuppel ist spielzeug einer auserirdischen lebensform. von kindern immerhin, aber dennoch. ein militärisches biowaffen-experiment hätte da besser gefallen.
asche auf mein haupt
Veröffentlicht in gedacht am 03/03/2010 von anajanaich gestehe…hier ist es viel zu ruhig! dabei habe ich mir geschworen, meine kleine feine seite zu hegen und zu pflegen, niemals im stich zu lassen und ihrer jeden tag zu gedenken. nun spielen mir die lebensumstände einen streich, der berühmte strich durch die rechnung und schon liegt der ponyhof brach. das leben ist eben keiner! ne. aber ich gelobe besserung. neues wird zu alltag und dann wird sich auch wieder zeit finden. muss.
